Donnerstag, 30. April 2009

carpe diem

Heut Nacht um 2 fahr ich mit noch 7 Leuten nach Zhenjiang, wo's ein dreitägiges Musikrockfestival gibt, angeblich mit 80.000 Leuten und 2 Bühnen. Ich hab einen Rucksack voller in Plastik eingeschweißter Tofuscheiben, Hühnerfüße und Pfefferschoten (von den Chinesen ausgesucht) bzw. Erdnussbutter, Brot und Chips (von dem Amerikaner, dem Deutschen und mir ausgesucht). Der Sommer ist so gut wie da, aber es ist zum Glück noch nicht ganz heiß. Traurigerweise ist für einige Leute hier schon fast die Zeit gekommen, heimzufahren. Thomas ist schon weg, es gab ein üppiges Abschiedsessen in Grandma's Kitchen. Außerdem gab's einen Ausflug zum Tausend-Insel-See, der total ins Wasser gefallen ist und ziemlich mies war bis auf ein paar echt schöne Ausblicke vom Boot und einer der drei bestiegenen Inseln aus. Die Lernmotivation kann gar nicht tiefer sinken und mein Chinesisch geht beständig den Berg runter. Die Stimmung ist zumindest bei mir schon so, dass ich in jedem Angebot die Einzigartigkeit desselben sehe, weil die Zeit hier nur mehr so kurz ist bis zum Ende. Es wird auch mehr draußen gefeiert und viel getankt. Von neuen Freundschaften inspiriert versuch ich grad, so direkt und gradheraus ehrlich wie möglich zu sein, was unter anderem versuchte chinesische Zuneigungsbekenntnisse nach sich zieht und zu viel Stoff für meine Memoiren führt.



























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